Alles was man über Aktivkohle wissen sollte

Aktivkohle gehört zu den ältesten bekannten Mitteln, die als Arzneimittel genutzt werden. Bereits im alten Griechenland und im alten Ägypten wusste man um die Wirkung von Aktivkohle. Heute noch wird diese Substanz vielfältig eingesetzt und leistet unter anderem in der Medizin und der Zahnpflege gute Dienste.

Was genau ist Aktivkohle?

Bei Aktivkohle handelt es sich um eine besonders feinkörnige Kohle, die sehr porös ist und eine grosse innere Oberfläche aufweist. Eingesetzt wird Aktivkohlepulver unter anderem in der Medizin, in der Behandlung von Wasser und Abwasser, in der Klima- und Lüftungstechnik sowie in der Chemie. Aktivkohle kommt in der Regel in Tablettenform, als Granulat oder Pulver in den Handel. Zum Grossteil besteht Aktivkohle aus Kohlenstoff. Der Anteil an Kohlenstoff liegt in der Regel bei über 90 %. Aktivkohle weist eine sehr poröse Struktur auf. Wie bei einem Schwamm sind die einzelnen Poren miteinander verbunden. Um besser zu verstehen, wie gross die innere Oberfläche von Aktivkohle ist, kann man sich vor Augen halten, dass die innere Oberfläche von zwei Gramm dieses Stoffes vergleichbar ist mit der Grösse eines Fussballfeldes.

Woher stammt Aktivkohle?

Aktivkohle kann aus verschiedenen Stoffen gewonnen werden. Als Grundlage können mineralische, tierische, pflanzliche und petrochemische Stoffe dienen. Zu den typischen Ausgangsmaterialien für die Gewinnung von Aktivkohle zählen beispielsweise Nussschalen, Holz, Braun- und Steinkohle, Torf und Kunststoffe. Bei Aktivkohle, die auf Basis pflanzlicher Ausgangsstoffe entsteht, spricht man auch von Pflanzenkohle. Tierkohle ist dagegen tierischen Ursprungs und kann beispielsweise aus Blut oder Knochen von Tieren hergestellt werden. Für die Herstellung von Aktivkohle wird für gewöhnlich ein Verfahren mit Dehydratisierungsmitteln angewandt. Bei diesen Dehydratisierungsmitteln kann es sich beispielsweise um Phosphorsäure oder Zinkchlorid handeln. 500 bis 900 °C sind notwendig, um Aktivkohle zu gewinnen. Alternativ wird Aktivkohle durch trockene Destillation gewonnen. Das Ergebnis beider Herstellungsverfahren ist die so genannte Rohaktivkohle. Diese wird anschliessend oxidativ bei 700 bis 1000 °C weiter behandelt. Luft, Kohlendioxid oder Wasserdampf kommen hierbei zum Einsatz. Um die Eigenschaften von Aktivkohle noch besser an den jeweiligen Einsatzzweck anzupassen, kann diese zusätzlich mit weiteren Chemikalien versetzt werden. Für Filterkohle – wie sie beispielsweise für die Filter in Gasmasken benötigt wird – können zusätzlich Metallsalze zum Einsatz kommen.

Welche Einsatzgebiete gibt es für Aktivkohle?

Aktivkohle wird in erster Linie al Adsorptionsmittel eingesetzt. So kann man mithilfe von Aktivkohle unerwünschte Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffe aus Flüssigkeiten, Gasen und Dämpfen entfernen. In der Abwasserreinigung wird der Stoff ebenfalls genutzt, um bestimmte Stoffe aus dem Abwasser zu filtern. Weitere Einsatzgebiete sind beispielsweise die Kabinenluftfilter in der Automobilindustrie, die Aufbereitung von Rohwasser sowie die Verwendung in Sorptionspumpen. In der Medizin ist Aktivkohle vor allem für ihre Eigenschaft als Entgiftungsmittel bekannt. Bei Vergiftungen kann Aktivkohle helfen, die aufgenommenen Gifte im Körper zu binden und aus dem Organismus zu entfernen. Aktivkohle wird zudem bei Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt. Bei Erkrankungen und Vergiftungen ist immer ein Arzt zu Rate zu ziehen.

Wie findet Aktivkohle im Beauty-Bereich Anwendung?

Aktivkohle wird auch im Bereich Beauty immer häufiger eingesetzt. So ist Aktivkohle heute schon Bestandteil zahlreicher Kosmetikprodukte. Zugesetzt wird die schwarze Substanz beispielsweise Masken und Peelings. In Hautpflegeprodukten soll Aktivkohle für ein ebenmässigeres, reineres Hautbild sorgen. Aktivkohle wird auch Shampoos und Zahnpasta zugesetzt. In Zahnpasten verhilft Aktivkohle zu strahlend weissen Zähnen und in Shampoos verhindert der Stoff, dass die Kopfhaut allzu schnell wieder nachfettet. Nicht zuletzt wird Aktivkohle auch für die Entgiftung des Körpers – zum Beispiel als Zugabe zu einem Smoothie – und zur Aufhellung der Zähne genutzt.

Wie funktioniert das Bleaching mit Aktivkohle?

Strahlend weisse Zähne stehen für Schönheit, Vitalität und Reinheit. Ein schönes Lächeln mit weissen Zähnen wirkt ungeheuer anziehend. Aktivkohle leistet auch beim Aufhellen der Zähne gute Dienste. Aktivkohle hat die Eigenschaft, Stoffe sehr gut zu binden. Das gilt auch für Verunreinigungen der Zähne. Mithilfe von Aktivkohle werden unangenehme Beläge entfernt und die Zähne ganz natürlich aufgehellt. Rückstände vom Tee- oder Kaffeegenuss haben so beispielsweise keine Chance mehr. Du möchtest deine Zähne etwas aufhellen und dein Lächeln ganz natürlich verschönern? Wir bieten dir Produkte mit und ohne Aktivkohle, die dir zu einem noch attraktiveren Lächeln verhelfen.

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